Wirtschaft

Berliner vertrauen dem neuen Senat

Die Berliner trauen der neuen Regierungskoalition zu, die Wirtschaft in der Stadt voranzubringen. 77 Prozent gaben an, dass der rot-schwarze Senat die richtige Regierung sei, um die wirtschaftlichen Probleme der Stadt zu lösen.

Das ergab der aktuelle Berlin Trend des Meinungsforschungsinstitutes Infratest Dimap im Auftrag der RBB-"Abendschau" und der Berliner Morgenpost. Nur 15 Prozent trauen das der Regierung nicht zu.

Auch für den Kampf gegen Kriminalität hält eine Mehrheit der Berliner den aktuellen Senat für geeignet. 68 Prozent gaben an, Rot-Schwarz sei die richtige Regierung, um Kriminalität und Verbrechen zu bekämpfen. Ein Viertel der Berliner (24 Prozent) hält SPD und CDU dagegen nicht für die richtige Koalition, die Lage zu verbessern.

Eine Mehrheit der Berliner ist dagegen der Auffassung, dass Rot-Schwarz das Mietenproblem nicht in den Griff bekommen wird. 53 Prozent der Befragten zweifeln daran, dass SPD und CDU dauerhaft bezahlbaren Wohnraum in der Innenstadt bereithalten können.

SPD und CDU haben im Koalitionsvertrag vereinbart, in den kommenden fünf Jahren 30 000 neue Wohnungen zu bauen, um die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen. Offenbar halten die Berliner das nicht für ausreichend, den rasanten Anstieg der Mieten in den begehrten Innenstadtlagen zu stoppen. Schon der vergangene rot-rote Senat hatte sich mit dem Problem auseinandergesetzt, war aber gescheitert. Da das Mietrecht weitgehend vom Bund geregelt wird, fehlen landespolitische Hebel, auf die aktuelle Mietentwicklung zu reagieren.

Dennoch sind die Berliner mit dem Auftakt des Senats zufrieden. SPD und CDU legten in der Umfrage deutlich zu. Die SPD liegt derzeit bei 32 Prozent (plus 3,7), die CDU bei 25 Prozent (plus 1,7).