Extremismus

Terrorverdächtiger in Bochum gefasst

Ein halbes Jahr nach Aufdeckung der Düsseldorfer Al-Qaida-Zelle haben die Sicherheitsbehörden einen weiteren Terrorverdächtigen gefasst.

Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, haben das Bundeskriminalamt und die Sondereinheit GSG 9 am Mittag in Bochum einen 27-jährigen Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft festgenommen. Sein Name wird mit Halil S. angegeben. Er werde dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnen werde.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lobte die Sicherheitsbehörden. Der Mann sei verdächtig, sich als Mitglied der sogenannten Düsseldorfer Zelle an Anschlagsplänen der "ausländischen terroristischen Vereinigung" al-Qaida beteiligt zu haben. Er soll die Anschlagspläne auch nach den ersten Festnahmen weiterverfolgt haben. In diesem Zusammenhang wurde in Kiel ein weiterer Mann festgenommen, der aber keine Verbindung zu den Terrorplänen haben soll.

Friedrich sagte: "Ich freue mich, dass das Bundeskriminalamt und unsere Sicherheitsbehörden einmal mehr gezeigt haben, dass sie in der Lage sind, solche Anschläge rechtzeitig zu verhindern." Der Fall zeige aber auch, dass Deutschland und Europa weiterhin im Fadenkreuz des islamistischen Terrors stünden.