Finanzbranche

Landesbank Berlin muss 850 Millionen Euro abschreiben

Die Sparkassen müssen wegen der Schuldenkrise eine Abschreibung von 850 Millionen Euro auf den Wert der Landesbank Berlin vornehmen. Das teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband am Donnerstag mit.

Die Landesbank schlage sich zwar besser als vergleichbare Institute - europäische Bankaktien hätten seit 2007 mehr als 70 Prozent ihres Wertes verloren -, könne sich der Entwicklung auf den Kapitalmärkten aber nicht ganz entziehen. Hintergrund sind die herben Einbußen der LBB im Kapitalmarktgeschäft, die den Wert der Beteiligung mindern. Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen brachten der Landesbank im dritten Quartal einen Verlust ein. Die Hoffnung auf einen Gewinn im Gesamtjahr - und auf eine Dividende für die Sparkassen - ist damit dahin.

Nach einer harten Sanierung hatte sich der Konzern 2006 in Landesbank Berlin umbenannt. Mehrere Töchter wie die Berliner Bank wurden verkauft, von einst 16 000 Beschäftigten sind noch knapp 6000 übrig. Die Sparkassen hatten die Landesbank 2007 für 5,5 Milliarden Euro vom Land Berlin gekauft. Die Abschreibung entspricht etwa 15 Prozent davon. Schon Ende vergangenen Jahres hatte die Erwerbsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe etwa 430 Millionen Euro auf die Landesbank Berlin Holding AG abgeschrieben.