Bundesverwaltungsgericht

Urteil: Muslimischer Schüler darf in den Pausen nicht beten

Der muslimische Gymnasiast Yunus M. darf während der Unterrichtspausen nicht öffentlich in seiner Schule beten. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies seine Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zurück, das 2010 ebenso entschieden hatte.

Die Richter betonten aber, die Berliner Schulverwaltung dürfe solche Gebete nur verbieten, wenn sie den Schulfrieden störten. Dies sei im vorliegenden Fall nicht auszuschließen. Der 18-jährige Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Wedding hatte gegen das Verbot durch die Schule geklagt.