Agent festgenommen

Iran plante Attentat in den USA

Mutmaßliche Agenten der iranischen Regierung sollen nach Angaben des US-Justizministeriums einen Bombenanschlag auf den saudi-arabischen Botschafter in den USA geplant haben. Dabei hätten sie vorgehabt, die Hilfe eines mutmaßlichen Mitglieds eines mexikanischen Drogenkartells in Anspruch zu nehmen, hieß es aus Washington.

Das New Yorker Bundesgericht erhob am Dienstag formal Vorwürfe gegen den 56-jährigen US-Bürger mir iranischem Pass, Manssor Arbabsiar, und das mutmaßliche Mitglied der iranischen Spezialeinheit Al-Kuds, Gholam Schakuri. "Wir werden anderen Ländern unseren Boden nicht als Schlachtfeld zur Verfügung stellen", erklärte der US-Staatsanwalt in Manhattan, Preet Bharara auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Justizminister Eric Holder und FBI-Direktor Robert Mueller. Einer der Angeklagten habe als Informanten einen Mitarbeiter der mexikanischen Behörde für die Drogenbekämpfung angeheuert, den er fälschlicherweise für ein Mitglied eines mexikanischen Drogenkartells gehalten habe, teilten die Staatsanwälte mit. Diesen habe der mutmaßliche Agent dann für einen geplanten Bombenanschlag auf die saudi-arabische Botschaft in Washington über Sprengstoffe ausgefragt.

Es habe keine Gefahr bestanden, erklärte Bharara. Der mutmaßliche iranische Agent wurde Ende September am New Yorker John F. Kennedy Flughafen festgenommen. Er sollte noch am Dienstag vor Gericht gestellt werden. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.

Außenministerin Hillary Clinton kündigte neue Sanktionen gegen den Iran an. Der geplante Anschlag werde Teheran weiter isolieren, erklärte sie in einem Interview. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Ramin Mehmanparast nannte die Vorwürfe der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur FARS zufolge ein vorfabriziertes Szenarium.