Gewalt

Nach Unruhen: Christenmörder in Ägypten hingerichtet

In Ägypten ist am Montag ein Mörder gehängt worden, der Anfang 2010 vor einer Kirche sechs koptische Christen und einen muslimischen Wachmann getötet hatte.

Die staatlichen Medien meldeten, das Urteil gegen Mohammed Hassan alias Hamam Kamuni sei vollstreckt worden. Er hatte ein Jahr zuvor nach der Weihnachtsmesse der koptisch-orthodoxen Christen in der Ortschaft Nag Hammadi auf eine Gruppe von Gottesdienstbesuchern geschossen.

Die Bluttat sollte ein Racheakt sein für die angebliche Vergewaltigung einer minderjährigen Muslima durch einen Christen, der zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft saß. Beobachter vermuten, dass der Zeitpunkt der Hinrichtung mit Bedacht gewählt worden war, um die Christen des Landes zu besänftigen, nachdem in der Nacht zum Montag bei Ausschreitungen in Kairo 22 christliche Zivilisten und vier Soldaten getötet worden waren. Es waren die blutigsten Ausschreitungen seit den Massenprotesten, die im Februar zum Sturz von Präsident Husni Mubarak geführt hatten.