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Polen: Polizei nimmt Verdächtige nach Anschlägen auf Ikea fest

Polen

Polizei nimmt Verdächtige nach Anschlägen auf Ikea fest

Die Polizei hat in Polen zwei mutmaßliche Erpresser des Möbelhauses Ikea festgenommen. Die beiden Verdächtigen seien 39 Jahre alt und stammten aus der polnischen Hafenstadt Gdingen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Sie sollen von Mai bis September Sprengkörper in Filialen der schwedischen Kette in Deutschland, Belgien, Frankreich, Holland und Tschechien gezündet haben, um eine Millionensumme zu erpressen. Bei einem Anschlag in Dresden waren zwei Menschen verletzt worden. Die beiden Verdächtigen sollen "gewaltige finanzielle Probleme" gehabt haben. Einer der mutmaßlichen Täter habe als Manager in mehreren Großfirmen gearbeitet. Der andere Festgenommene sei wegen Drogenhandels vorbestraft. Beide sollen "ausführliche Angaben" gemacht haben. Ein Haftrichter ordnete drei Monate Untersuchungshaft an.

Syrien

Sicherheitskräfte schießen auf Zehntausende Menschen

Syrische Sicherheitskräfte haben am Sonnabend auf Zehntausende Trauernde geschossen, die sich zur Beisetzung eines kurdischen Oppositionsführers in der nordöstlichen Stadt Kamischli versammelt hatten. Mindestens fünf Menschen wurden nach Angaben von Aktivisten getötet und zahlreiche weitere verletzt. Der Oppositionsführer Maschaal Tammo war am Freitag von maskierten Bewaffneten in seiner Wohnung getötet worden. Augenzeugen zufolge waren 50 000 Menschen zu der Beerdigung gekommen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte am Sonnabend, Tammo sei "ein weiteres Opfer eines brutalen Regimes der Recht- und Gesetzlosigkeit" geworden.