Preisverleihung

Friedensnobelpreis für mutige Frauen

Drei entschlossene Vorkämpferinnen für Demokratie und Frauenrechte werden in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Das norwegische Nobelpreis-Komitee sprach den renommierten Preis am Freitag der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, der liberianischen Friedensaktivistin Leymah Gbowee und der jemenitischen Journalistin Tawakkul Karman zu. Die drei erhalten den Preis "für ihren gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und für die Rechte von Frauen für volle Teilnahme an friedensbildender Arbeit".

Die 72-jährige Johnson Sirleaf und die 39 Jahre alte Gbowee wurden als treibende Kräfte beim Ende von 13 Jahren Bürgerkrieg in Liberia geehrt. Die 32-jährige Karman ist Vorsitzende der Vereinigung "Journalistinnen ohne Ketten" im Jemen. Sie gehört zu den wichtigsten Gesichtern bei den friedlichen Protesten gegen Diktator Ali Abdullah Saleh.

Politiker nannten die Auszeichnung der Preisträgerinnen ein wichtiges Signal zur Stärkung der Frauenrechte. Bundespräsident Christian Wulff sprach von einem Zeichen für die entscheidende Rolle von Frauen in Demokratiebewegungen in der arabischen Welt und in Afrika. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte: "Ich finde es ein sehr gutes Signal, dass drei Frauen, die international viel geleistet haben, in diesem Jahr den Friedensnobelpreis bekommen."

Johnson Sirleaf schrieb in einer Botschaft an die Nation, die sie mit "Mama Ellen" unterzeichnete: "Die Welt hat Liberia wiederentdeckt. Dies ist ein entscheidender Moment in der Geschichte Liberias." Gbowee sprach von einem "Nobelpreis für Afrikas Frauen". Karman sagte dem Nachrichtensender Al-Arabija: "Diese Ehrung wird den Kampf für Gerechtigkeit und Reformen vorantreiben." Die staatlichen Medien im Jemen ignorierten die Vergabe.

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