Grundstückswerte

Rekordumsatz mit Berliner Immobilien

Berliner Immobilien sind begehrt wie selten zuvor. Seit dem Boomjahr 2006 wechselten noch nie so viele Wohnhäuser, Wohnungen und Gewerbeimmobilien den Besitzer.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte, der alle Käufe in der Hauptstadt erfasst, berichtet in seinem am Donnerstag veröffentlichten Report für das erste Halbjahr 2011, dass die Zahl der Transaktionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 13 340 gestiegen ist. Der Umsatz stieg sogar um 62 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.

Nach Einschätzung des Gutachterausschusses liegt das zum einen daran, dass deutlich mehr Quadratmeter Grundfläche verkauft wurden. Außerdem sei die Zahl besonders teurer und großer Objekte bei den Wohn- und Geschäftshäusern gestiegen. So wurden allein 35 Gebäude mit Einzelkaufpreisen von mehr als zehn Millionen Euro verkauft. Im Vergleichszeitraum 2010 waren lediglich neun Häuser teurer als zehn Millionen Euro. Für Immobilienexperten ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass Investoren und vermögende Privatpersonen aus dem In- und Ausland wegen der Schuldenkrise in Sachwerte flüchten. Dabei gilt Berlin als besonders stabiler Markt. Jede dritte im vergangenen Halbjahr in Deutschland verkaufte Wohnung liegt in Berlin.

Ähnlich positiv ist die Entwicklung bei unbebauten Grundstücken. Hier ist die Zahl der verkauften Flächen um zwölf Prozent auf 1122 gestiegen, was bedeuten könnte, dass künftig wieder mehr gebaut wird. Seit Jahren stagniert die Neubauquote bei rund 3000 Wohnungen im Jahr.