Wirtschaft

Euro-Krise: EZB stützt Banken mit Milliarden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erneut für staatliche Hilfen ausgesprochen, falls Banken in finanzielle Schieflagen geraten würden.

Sollten Banken dringend Geld benötigen, dann sollten die europäischen Staaten mit Finanzhilfen "nicht zögern", sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit den Chefs der wichtigsten internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen in Berlin. Dies wäre "vernünftig investiertes Geld", weil ansonsten auftretende Schäden "um Größenordnungen höher" ausfallen würden. "Erster Weg" müsse aber sein, dass die Banken versuchen sollten, sich an den Finanzmärkten mit Geld zu versorgen, sagte Merkel. Warnungen, wonach europäische Banken nicht ausreichend mit Kapital ausgestattet seien, müssten "sehr ernst" genommen werden.

Unterdessen greift die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken in der Schuldenkrise mit neuen Milliardenhilfen unter die Arme und denkt bereits über eine Zinswende nach. Wie EZB-Chef Jean-Claude Trichet nach seiner letzten großen Ratssitzung in Berlin mitteilte, legt die Bank ein 40 Milliarden Euro schweres Ankaufprogramm für Pfandbriefe und andere gedeckte Anleihen auf.