Deutsche Oper

Malakhovs großer Auftritt

Im Januar wird er 44. Andere Balletttänzer haben in dem Alter längst ihre Tanzschuhe an den Nagel gehängt. Und Vladimir Malakhov hat in der Vergangenheit auch schon einige Blessuren gehabt. Und doch will er es noch mal wissen.

Heute Abend tanzt er in der Deutschen Oper noch einmal eine große Titelpartie, den "Peer Gynt", in einer Inszenierung des Meisterchoreografen Heinz Spoerli. Wenn Spoerli einen ruft, dann kann, dann darf man wohl nicht Nein sagen.

Jetzt hält die Tanzwelt den Atem an: Wird der Startänzer die extrem schwierige Partie durchstehen? Wird er sie auch in den fünf weiteren Vorstellungen noch tanzen oder von der Zweitbesetzung ersetzt werden? Malakhov denkt an einen Abschied als Tänzer vermutlich in der nächsten Saison. Entweder wird das Publikum heute Zeuge einer tragischen Selbstüberforderung. Oder aber sein "Peer Gynt" wird noch einmal ein ganz großer Triumph für den Intendanten des Berliner Staatsballetts.