IAEA-Bericht

Iran schürt weltweit Angst vor Atombombe

Trotz des kritischen Berichts der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum umstrittenen iranischen Atomprogramm will Russland keine weiteren Sanktionen gegen das Land mittragen.

"Alle weiteren Sanktionen gegen den Iran würden von der internationalen Gemeinschaft als Mittel interpretiert, das Regime in Teheran auszuwechseln", sagte der stellvertretende russische Außenminister Gennadi Gatilow. Diese Vorgehensweise sei für Russland "inakzeptabel". Dem IAEA-Bericht zufolge gibt es Hinweise, dass der Iran an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet und dazu bereits Tests einzelner Komponenten vorgenommen hat. Während einige Aktivitäten des Iran sowohl zivilen als auch militärischen Zwecken dienten, seien andere ausschließlich auf Atomwaffen fokussiert.

Der Iran will sein Atomprogramm unbeirrt fortsetzen. Die iranische Bevölkerung werde von ihren Rechten kein Jota abrücken, kündigte Präsident Mahmud Ahmadinedschad an. Nichts könne den Fortschritt im Land aufhalten. Er betonte, der Iran benötige keine Atomwaffen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) nannte die "detaillierten Hinweise" des jüngsten IAEA-Berichts "alarmierend". Wenn sich der Iran weiter Verhandlungen verweigere, "werden neue, schärfere Sanktionen unausweichlich", sagte er am Mittwoch in Berlin.