Margot Friedlander

Die Rückkehrerin

15 Monate hat sie unter der Schreckensherrschaft der Nazis im Untergrund gelebt, elf Monate im Lager Theresienstadt überlebt und schließlich nach ihrer Befreiung im Mai 1945 in den USA ein zweites Leben begonnen.

66 Jahre später ist Margot Friedlander an den Ort des Schreckens, das ehemalige Getto, zurückgekehrt, das heute das tschechische Städtchen Terezín ist. Die Frau, die 2008 in ihre Geburtsstadt Berlin zurückkehrte und gestern ihren 90. Geburtstag feierte, wollte sich noch einmal mit Theresienstadt konfrontieren, um so mit ihrer Zeit im Lager abzuschließen. Doch nur wenig erkennt sie noch wieder, obwohl die Gebäude immer noch stehen.

Berlin ist ihr inzwischen erneut zu einer Heimat geworden, sie hat sogar wieder die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und erzählt Schülern von den Schrecken der Nazizeit. Friedlander hat zudem die Autobiografie "Versuche, dein Leben zu machen" geschrieben. Am 9. November wird sie von Bundespräsident Christian Wulff mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Eine späte Ehrung für eine Überlebende.