Mindestlohn

Weniger soll es nicht mehr sein

Deutschland diskutiert den Mindestlohn. Nachdem sich die Union darauf festgelegt hat, soll nun eine Kommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine bundesweit gültige Lohnuntergrenze aushandeln.

Im Gespräch sind 7,01 Euro pro Stunde, was jetzt der untersten Lohngruppe für das ostdeutsche Zeitarbeitsgewerbe entspricht. In Berlin liegen viele Arbeitnehmer auch mit sozialversicherungspflichtigem Job heute noch deutlich darunter. 100 000 Berliner bekommen weniger als 1200 Euro brutto im Monat, also weniger als einen Stundenlohn von sieben Euro. Die Zahl derer, denen der Staat den Lohn subventioniert, ist in den vergangenen vier Jahren um 25 Prozent gestiegen. Inzwischen stocken 125 000 Berliner ihr Arbeitseinkommen mit Hartz IV auf.