Nach den Fan-Krawallen

Rote Karte gegen Hooligans

Nach den jüngsten Fußball-Krawallen hat der für Sport zuständige Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) einen Runden Tisch einberufen. Dort soll über die Gewaltexzesse bei den DFB-Pokalspielen beraten werden.

"Wir werden am 14. November einen Runden Tisch machen, im Innenministerium, bei dem auch die Verbandsvertreter, die Vereinsvertreter und die Vertreter auch der Länderinnenministerien dabei sein werden. Und wir werden eine Antwort finden müssen, denn diese Gewalteskalation ist so nicht hinnehmbar", sagte Friedrich in der ARD-"Sportschau". Bei den Pokalspielen Dortmund-Dresden und Frankfurt-Kaiserslautern war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Dabei waren 25 Menschen, darunter zehn Polizisten, teils schwer verletzt und 24 Randalierer festgenommen worden. Hooligans hatten Ordner und Polizei mit Feuerwerkskörpern, Flaschen und Steinen beworfen. In Dortmund musste das Spiel mehrfach unterbrochen werden.

Friedrich weiter: "Wir müssen sowohl die Chaoten als auch diejenigen, die meinen, sie müssen dort ihre pyrotechnischen Spielchen betreiben, fernhalten."

Ligaverbands-Vizepräsident Harald Strutz verwies auf die "ausgesprochen schwierige Situation: Einerseits bringt es nichts, immer die Vereine zu bestrafen. Aber andererseits müssen Strafen ausgesprochen werden, es hilft ja nichts. Ich gehe davon aus, dass es diesmal heftige Strafen geben wird. Es muss ein Zeichen gesetzt werden."

Unterdessen kam es am Sonntagabend auch bei einem Spiel der Berlin-Liga zwischen dem TSV Rudow 1888 und Tennis Borussia zu Schlägereien zwischen Fans. Nach Provokationen von Rudow-Fans zündeten Tennis-Borussia-Anhänger in dem Rudower Stadion ein Feuerwerk. Die Polizei trennte die beiden Gruppen schließlich. Wie viele Festnahmen es gab, war zunächst unklar.