Finanzschätzungen

Renten in Deutschland steigen deutlich - Beiträge sinken leicht

Die etwa 20 Millionen Rentner dürfen 2012 mit einer kräftigen Anhebung ihrer Bezüge rechnen.

Zum 1. Juli könnten die Altersbezüge nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung um 2,3 Prozent im Westen und 3,2 Prozent im Osten steigen, teilte der Präsident der Behörde, Herbert Rische, am Donnerstag mit. Das wäre im Westen das zweitgrößte Rentenplus seit 1994. Im kommenden Jahr hätte der Anstieg noch deutlich höher ausfallen können, wenn nicht noch ein Ausgleichsbedarf aus früheren Jahren bestanden hätte, der sich nun dämpfend auswirkt. Gleichzeitig sollen die Beitragszahler in Höhe von 1,4 Milliarden Euro entlastet werden. Die Beiträge könnten von 19,9 auf 19,6 Prozent sinken. 2013 könnte der Beitragssatz auf 19,2 Prozent, 2014 auf 19,1 Prozent fallen. Grund sei die gute Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung.

Bei Vorstellung der Zahlen berief sich Rische auf aktuelle Finanzschätzungen. Die endgültige Rentenanpassung wird im Frühjahr 2012 festgelegt. Zum ersten Juli 2011 mussten sich die Rentner mit einem lediglich kleinen Plus von 0,99 Prozent begnügen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sprach von einer "doppelt guten Nachricht". Sie zeige: "Unser Rentensystem ist kerngesund."