Polizei

"Wir sind doch nicht in Moskau"

Polizisten haben es wirklich nicht leicht. Sie müssen ihren Dienst bei jedem Wetter versehen, Straßenkontrollen, Verbrecherjagden - und das egal, ob es draußen stürmt, regnet oder schneit.

Aber gemäß dem alten Sprichwort: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", hat das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) für den kommenden Winter vorgesorgt und Fellmützen eingekauft - mit einem Schönheitsfehler allerdings. Die Mützen sind nach russischer Art.

Die Beamten sind nicht erfreut: "Mit der machen wir uns zum Affen", sagte der Vizelandeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, dem "Westfalen-Blatt". "Wir sind doch nicht in Moskau." Entsprechend hätten von den rund 15 000 Streifenpolizisten bislang nur 1000 eine solche Mütze angefordert.

Nach dem Protest orientierte sich das Innenministerium um - nach Westen. Laut Plickert wurden Baseball-Mützen mit Ohrenschützern getestet - diese wären jedoch im Test durchgefallen. Am liebsten hätten die Beamten laut einer Umfrage Woll- oder Fleecemützen.

Davon will das LZPD aber nichts wissen. Ein Sprecher sagte der Zeitung: "Es geht auch um das Erscheinungsbild der Beamten in der Öffentlichkeit. Eine Fellmütze macht nun mal mehr her."