Frühkritik

"Don Carlo" in der Deutschen Oper

Ein Verdi-Überraschung der besonderen Art, vom Längsten und Feinsten. Die Deutsche Oper zeigt "Don Carlo" (ohne S am Ende), aber das ist nicht das Besondere. Spanien ertrinkt geradezu in Zement.

Marco Arturo Marelli, der Bühnenbildner und Regisseur, schaufelt die Bühne in Grau zu. Das gibt einen abenteuerlich ausdauernden Rahmen für die sich ständig intensivierende Inszenierung. Sie wird musikalisch packend vorangepeitscht von Donald Runnicles. Die Besetzung wartet auf mit einer Fülle von herzhaft begrüßten und bedankten Überraschungen. Von diesem "Don Carlo" wird man noch reden - sogar ohne S am Ende. Ausführliche Kritik folgt.