EU-Finanzminister

Euro-Zone einigt sich auf Schuldenschnitt für Griechenland

Die Euro-Zone hat sich auf einen deutlichen Schuldenschnitt für das krisengeschüttelte Griechenland geeinigt.

Das zeichnete sich auf dem Treffen der EU-Finanzminister am Sonnabend in Brüssel ab. Eine "erhebliche Anhebung" des Bankenbeitrags für die Rettung der Hellenen sei verabredet worden, sagte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Wenn der griechische Schuldenstand bis 2020 auf 110 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung gedrückt werden sollte, wäre ein Forderungsverzicht von 60 Prozent notwendig, wie aus der Schuldenanalyse der Troika hervorgeht. Es klafft eine Finanzlücke von 252 Milliarden Euro - fast 150 Milliarden Euro mehr als noch im Juli berechnet. Am Abend einigten sich die Finanzminister zudem darauf, das Kapital der europäischen Banken um rund 108 Milliarden Euro aufzustocken. So sollen sie vor den Folgen der Schuldenkrise geschützt werden.

Unterdessen protestierten in Deutschland erneut Tausende gegen das Finanzsystem und die Macht der Banken. In Frankfurt waren es 4000, in Berlin etwa 50, die sich am Brandenburger Tor versammelten. Weitere 500 zogen unangemeldet und weitgehend friedlich durch die Innenstadt zum Reichstag.