EU-Politik

Schuldenkrise: Griechenland braucht noch mehr Hilfe

Griechenland braucht weit mehr Finanzhilfe der Partner und Banken als bisher berechnet. Das geht aus einer Erklärung der Euro-Finanzminister am Freitag in Brüssel hervor. Konkrete Zahlen werden nicht genannt.

Noch im Juli waren die internationalen Geldgeber davon ausgegangen, dass ein zweites Paket von 109 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln ausreicht. Zusätzlich sollten Banken und Versicherer bis zu 50 Milliarden Euro beisteuern. Schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte aber angedeutet, ein hoher Schuldenerlass für Griechenland werde immer wahrscheinlicher. Man nähere sich dem Punkt, an dem ein Abschlag von 21 Prozent nicht mehr ausreiche, sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern vor Unionsabgeordneten. Am Abend gaben die Finanzminister die nächste Notkredittranche in Höhe von 5,8 Milliarden Euro frei.