Pünktlichkeit

Jeder siebte Regionalzug kommt zu spät

Regionalzüge in Berlin und Brandenburg fahren immer häufiger nicht laut Fahrplan. Nach einer am Dienstag vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) veröffentlichten Analyse ist die Pünktlichkeitsquote im August auf 84,7 Prozent gesunken, das heißt mehr als jeder siebte Zug kam zu spät.

Die Pünktlichkeit liegt damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und sogar 5,2 Punkte unter dem des Vorjahrs. Als verspätet werden dabei vom VBB nur Züge gewertet, deren Ankunftszeit fünf Minuten oder mehr von der im Fahrplan ausgewiesenen Zeit abweicht.

VBB-Chef Hans-Werner Franz zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Pünktlichkeit im Regionalverkehr sich erneut verschlechtert hat. Diese liege inzwischen weit unter dem Bundesdurchschnitt. Die Deutsche Bahn hat erst in der Vorwoche erklärt, dass im August deutschlandweit 93,6 Prozent ihrer Regional- und Nahverkehrszüge nicht mehr als sechs Minuten von den Fahrplanzeiten abgewichen sind.

Die krisengeschüttelte Berliner S-Bahn konnte laut VBB ihre Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit stabilisieren. Demnach waren im August 96,4 Prozent aller Fahrten pünktlich. Den - allerdings seit inzwischen mehr als zwei Jahren ausgedünnten - Fahrplan konnte die Bahn-Tochter zu 97,6 Prozent erfüllen.