Staatsbesuch

Bombendrohung: Humboldt-Uni vor Gül-Rede geräumt

Der Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Abdullah Gül in Berlin ist am Montag von einer Bombendrohung überschattet worden.

Wegen der Drohung konnte Gül am Abend seine Europa-Rede an der Berliner Humboldt-Universität erst mit Verspätung halten, wie eine Sprecherin der Hochschule bestätigte.

Die Drohung sei 15 Minuten vor dem geplanten Beginn der Rede über den Polizeinotruf eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Das Audimax sei daraufhin geräumt worden, doch hätten Experten keinen Sprengsatz gefunden, so dass die Zuhörer wieder in das Gebäude gelassen werden konnten. Zuvor hatte sich Gül mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) "zu einem kurzen, aber intensiven Gedanken- und Meinungsaustausch" getroffen, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Guido Westerwelle habe der Türkei eine konstruktive Rolle Deutschlands zugesichert.