Prozess

U-Bahn-Schläger Torben P. zu Haftstrafe verurteilt

Im Prozess um eine Prügelattacke im Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße ist der 18-jährige Schüler Torben P. zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten ohne Bewährung verurteilt worden.

Das Berliner Landgericht sprach den Angeklagten am Montag des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Die Verteidigung des Gymnasiasten kündigte Revision gegen das Urteil an.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Torben P. am Karsamstagmorgen in alkoholisiertem Zustand einen 31-Jährigen im U-Bahnhof Friedrichstraße brutal zusammengeschlagen und durch Tritte gegen den Kopf schwer verletzt hatte. Der Vorsitzende Richter Uwe Nötzel nannte die Tat "besonders roh und brutal". Der Angeklagte habe den Tod seines Opfers "mit einkalkuliert". Allerdings sei Torben P. wegen seines Alkoholkonsums vermindert schuldfähig gewesen. Strafmildernd berücksichtigte das Gericht auch, dass der Angeklagte nicht vorbestraft ist.

Das Landgericht blieb mit seinem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die vier Jahre Jugendstrafe verlangt hatte. Die Verteidigung plädierte dagegen auf eine Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren. Das Gericht ordnete zudem an, die Haftverschonung für Torben P. bis zur Rechtskraft des Urteils unter Auflagen aufrechtzuerhalten.