Anschlag

Taliban greifen Diplomatenviertel in Kabul an

Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben das Diplomatenviertel und weitere Ziele in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen.

Bei der Kommandoaktion am Dienstag seien das Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe (Isaf) und die US-Botschaft mit Maschinengewehren und Panzerfäusten beschossen worden, teilte die von der Nato geführte Isaf mit. Die Schusswechsel mit den Taliban dauerten in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) an, berichtete der britische Sender BBC.

Ausländische Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen. Auch unter den Diplomaten habe es keine Verletzten gegeben, sagte ein Sprecher der US-Botschaft. Nach Polizeiangaben wurden bei dem Angriff zwei Zivilisten und vier Polizisten getötet sowie 16 Menschen verletzt. In anderen Stadtteilen Kabuls wurden mindestens vier Taliban getötet.

Ein Sprecher der Isaf erklärte, afghanische und ausländische Sicherheitskräfte hätten umgehend und "angemessen" reagiert. Die Truppen würden von Hubschraubern unterstützt. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. US-Außenministerin Hillary Clinton betonte in Washington, der Angriff habe keinen Einfluss auf das Engagement der USA in Afghanistan. Der afghanische Präsident Hamid Karsai verurteilte den Angriff.