Frühkritik

Großer Auftritt von Anne-Sophie Mutter in der Philharmonie

Ausverkauft - und dies ganz zurecht. Das Musikfest schlägt nach wie vor hohe Wellen. Die Philharmonie ist brechend voll beim Gastspiel des Pittsburgh Symphony Orchestra unter seinem wegweisenden Chef Manfred Honeck.

Gustav Malers herausfordernd riesige 5. Symphonie in cis-Moll steht auf dem Programm. Sie wird glänzend dargeboten von hervorragenden Solisten.

Im Vorlauf aber herrschte Zartheit und Delikatesse. Für sie sorgte die Violinistin Anne-Sophie Mutter, die umjubelte Solistin des Abends. Sie spielte die von Wolfgang Rihm ihr gewidmete Geigenmusik "Gesungene Zeit" - ein Stück wahrhaft zum Atem anhalten. Als Zugabe gab es von Frau Mutter, gespielt zum Gedenken an die Toten des New Yorker Terrorangriffs am 11. September 2001, einen Satz von Johann Sebastian Bach.