Justiz

Staatsanwalt fordert vier Jahre Jugendhaft für U-Bahn-Schläger

Im Berliner Prozess gegen den mutmaßlichen U-Bahn-Schläger Torben P. hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag vier Jahre Jugendstrafe gefordert.

Staatsanwältin Katrin Faust hielt dem Schüler vor dem Landgericht Berlin zwar eine Beeinträchtigung durch Alkohol zur Tatzeit zugute, wollte aber wegen der heftigen Einwirkung der Tritte nicht von einem minderschweren Fall ausgehen. Die Staatsanwaltschaft legt ihm versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last.

Die Verteidigung des 18-jährigen Berliners plädierte auf höchstens zwei Jahre Jugendstrafe mit Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Schüler habe nicht mit Tötungsvorsatz gehandelt, betonte Anwalt Alexander Sättele. Aufgrund hochgradiger Alkoholisierung sei nicht auszuschließen, dass seine Wahrnehmung verzerrt gewesen sei.