Immobilienmarkt

Mieten steigen für Tausende Wohnungen in Berlin

Die Mieter der städtischen Wohnungsbaugesellschaften müssen mit steigenden Kosten rechnen. Nach der Degewo kündigten am Mittwoch auch weitere Gesellschaften an, ihre Mieten an den jüngst vorgestellten Berliner Mietspiegel anpassen zu wollen.

Die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau will zunächst von Oktober oder November an die Quadratmeterpreise für 1750 ihrer insgesamt 37 000 Wohnungen erhöhen, wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte. Mehrere Tausend könnten nach Informationen der Berliner Morgenpost folgen. Wie hoch der Anstieg ausfällt, wollte die Gesobau noch nicht sagen. Ähnlich äußerte sich die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land, die 40 000 Wohnungen vermietet.

Den Vorjahreswert von zwei Prozent Mietsteigerung soll aber auch die aktuelle Preisrunde nicht übersteigen, wie ein Stadt-und-Land-Sprecher betonte.

Wie berichtet hatte die größte städtische Wohnungsbaugesellschaft Degewo am Dienstag Mieterhöhungen von etwa 2,3 Prozent für bis zu 20 000 ihrer 71 000 Wohnungen angekündigt. Damit liegen die Preissteigerungen der städtischen Gesellschaften immer noch deutlich unter der börsennotierten GSW, die in den kommenden zwei Jahren 6,8 Prozent auf die Mieten aufschlagen will.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung betonte, dass auch die städtischen Gesellschaften wirtschaftlich arbeiten müssten und - anders als Private wie die GSW - alle Überschüsse in den Bestand investieren. Der Mieterverein kritisierte hingegen die Mietenpolitik des Senats. Das Land verdiene bei den Preissteigerungen mit.