Klausurtagung

FDP-Chef Rösler beendet Debatte über Westerwelle

Nach tagelangem Streit über die politische Zukunft von Guido Westerwelle hat sich die FDP-Spitze offiziell hinter ihren Außenminister gestellt.

Vizekanzler und Parteichef Philipp Rösler erklärte am Dienstag zum Auftakt der dreitägigen Klausurtagung der FDP-Bundestagsfraktion die Personaldebatte ausdrücklich für beendet. Damit wird die am Libyen-Kurs Westerwelles aufgeheizte Auseinandersetzung keine Rolle mehr auf der Klausur spielen.

Eine Vertrauensfrage, wie in den Medien spekuliert wurde, wird es ebenfalls nicht geben. Rösler habe dem Außenminister davon abgeraten, die Vertrauensfrage zu stellen, hieß es aus dem Umfeld des FDP-Vorsitzenden. Westerwelles Vertraute machten zudem deutlich, dass ein Rücktritt für ihn nicht infrage komme. Rösler stellte klar, wer die Führung der Partei und das Sagen in der FDP hat. Er habe in der Libyen-Debatte den Kurs vorgegeben, "und der Bundesaußenminister ist dieser Linie klar gefolgt", sagte der FDP-Chef. Daher halte er die Debatte über Westerwelle "für beendet".