Justiz

Fußfessel: Neue Zentrale überwacht entlassene Straftäter

Entlassene Straftäter mit elektronischen Fußfesseln sollen ab 2012 länderübergreifend von einer gemeinsamen Zentrale im hessischen Bad Vilbel aus überwacht werden.

Die Justizminister von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen unterzeichneten am Montag in Wiesbaden einen entsprechenden Staatsvertrag, dem Hessen und Bayern bereits angehören. Er trat damit in Kraft. Weitere Bundesländer kündigten ihren Beitritt bereits an. Berlin prüft dies noch.

Mit elektronischen Fußfesseln kann der Aufenthaltsort von Straftätern nach ihrer Entlassung überwacht werden. Gerichte können sie für Menschen als Auflage verfügen, die aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurden oder mindestens drei Jahre Haft verbüßt haben. Von der neuen Zentrale aus sollen bis zu 500 Fußfesselträger von elf Mitarbeitern zeitgleich überwacht werden.