Naturkatastrophe

370 000 New Yorker fliehen vor dem Hurrikan "Irene"

Der gefürchtete Hurrikan "Irene" hat am Sonnabend die US-Ostküste erreicht. Erste Ausläufer des Wirbelsturms peitschten über den US-Bundesstaat North Carolina hinweg und brachten heftige Winde, Starkregen und hohe Brandungswellen. Eine Million Haushalte in North Carolina und Virginia blieben ohne Strom.

Mindestens vier Menschen starben. Unterdessen bereiteten sich die angrenzenden Regionen weiter auf den herannahenden Hurrikan vor. So haben mehr als 370 000 New Yorker einen Evakuierungsbefehl erhalten. US-Präsident Barack Obama hat sich bei einem Besuch in der Zentrale der Katastrophenschutzbehörde FEMA zufrieden über den bisherigen Hurrikan-Einsatz gezeigt. "Ihr macht einen prima Job", lobte Obama. Zugleich wies er auf die Aufgaben hin, die noch vor Helfern und Einsatzkräften liegen. "Das werden lange 72 Stunden", betonte er. Auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg unterstrich den Ernst der Lage. "Das ist kein Scherz, Ihr Leben könnte in Gefahr sein", warnte er vor dem Eintreffen des Hurrikans. Die Bewohner der von Überschwemmungen gefährdeten Stadtteile forderte er auf, die Anweisungen zu befolgen und ihre Häuser "sofort" zu verlassen.

Wegen des Wirbelsturms haben deutsche Fluggesellschaften zahlreiche Flüge in die USA gestrichen. Auch in Berlin fielen am Sonnabend die beiden Direktflüge nach New York aus. Für Sonntag sei noch keine Entscheidung gefallen, sagte ein Sprecher der Berliner Flughäfen.