Politiker-Ranking

Welchen Politiker würden Sie sich kaufen?

Bundespräsident Christian Wulff ist die unumstrittene Nummer eins, Familienministerin Kristina Schröder überraschend weit vorne und Entwicklungsminister Dirk Niebel erwartungsgemäß weit hinten: Das sind die markantesten Ergebnisse eines neuen Politiker-Rankings, das das Marktforschungsinstitut Mafo.de entwickelt hat.

Im Auftrag von "Werben & Verkaufen" haben die Experten den Markenwert der Politiker verglichen, die Deutschland regieren. Leitfrage war dabei: Wenn man sich einen Politiker kaufen dürfte, wer wäre dann ein Top-Produkt und wer nur Ramschware?

Christian Wulff scheint demnach alles richtig gemacht zu haben. Ein unspektakuläres Auftreten muss eben nicht schlecht fürs Geschäft sein. Auch für seine "sehr gut aussehende" Frau gab es Pluspunkte. So einfach ist das eben in der Welt der Verkäufer. Auf Platz zwei folgt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Wohl der Lohn für eine Politikerin, die an ihrem Markenwert so verbissen arbeitet wie keine andere. Platz drei teilen sich Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble. Das CDU-Duo ist so lange an Bord, dass ihr Bekanntheitswert bei annähernd 100 Prozent liegt. Das ist in der Markenwelt eine harte Währung, und da braucht es Schäuble auch nicht zu stören, dass manche ihm Arroganz unterstellen. Überraschend ist der gute fünfte Platz für die Familienministerin. Denn im Regierungsviertel gilt Schröder vielen als Leichtgewicht. Die Marketing-Leute schätzen aber ihre Attraktivität, Natürlichkeit und Modernität. Bei FDP-Chef Philipp Rösler (Platz 7) sei hingegen ein echtes Profil noch nicht zu erkennen. Auch Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (Platz 16) kriegt sein Fett weg - er gilt als "Langweiler". Die rote Laterne aber geht an Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP), dessen Natürlichkeit in allen Image-Belangen "noch am wenigsten schlecht" bewertet wird. Darauf lässt sich vielleicht aufbauen.