Frühkritik

Grandioser Beethoven mit Daniel Barenboim in der Waldbühne

"Ich möchte, dass das Publikum beeindruckt ist von den Gesichtern auf der Bühne. Es sind quasi die gleichen jungen Gesichter, die im Fernehen Opfer der Gewalt sind." Das erhoffte sich Dirigent Daniel Barenboim für das Konzert seines aus Israelis und Palästinensers bestehenden West-Eastern Divan Orchestra in der Berliner Waldbühne am Sonntagabend.

Doch gleich darauf bat der Maestro, dass die Gäste das Poltische schnell vergessen sollten, um nur noch die Musik zu genießen. Während sich der Konflikt im Nahen Osten weiter zuspitzt, triumphierte im ausverkauften Rund mit Beethovens achter und neunter Sinfonie die pure Freude über berauschende Töne und der Glaube daran, dass nur die Freundschaft zwischen den Menschen der Schlüssel zu einer friedlichen Welt sein kann. Nach dem letzten Akkord gab es Riesenapplaus und bewegte Gesichter überall. Auch unter den prominenten Gästen. Beispielsweise Bundespräsident Christian Wulff. Er lobte das "perfekte Beethoven-Spiel" des Orchesters und sprach von einem "ermutigenden Signal" für das Miteinander zweier Völker.

Die ausführliche Kritik zum Konzert in der Waldbühne lesen Sie morgen.