Prominente

Kein Tisch für den König

Auch wenn er sich bald über das Enkelkind seiner Tochter Victoria freuen kann - für Schwedens König Carl XVI. Gustaf läuft es im Moment einfach nicht rund. Seine Eskapaden mit diversen Frauen sind immer noch nicht vergessen, da muss er schon die nächste Demütigung ertragen.

Inkognito wollte der Monarch mit seiner Gattin im badischen Ladenburg speisen. Genauer gesagt in der Gaststätte "Zum güldenen Stern". Ein entspannter Abend sollte es werden, fernab übler Nachreden und sensationslüsterner Fotografen.

Doch die Sache lief anders als erwartet. Die Wirtin des "Güldenen Sterns" schickte die prominenten Gäste wieder fort. "Ich habe sie nicht erkannt, ohne Krone und ohne Schärpe", sagte Nadine Schellenberger. Auch kenne sie sich mit den Monarchen nicht so gut aus, weil sie keine Zeit habe, "ständig Illustrierte zu lesen".

Die Schellenbergers hatten an jenem Tag gerade eine Hochzeitsgesellschaft bewirtet, als Gustaf um Einlass bat. "Ich habe leider gesagt, dass ich ihnen kein Essen mehr servieren kann", sagte die Wirtin. In dem Moment sei es für sie "egal gewesen, ob es der Straßenfeger ist oder die Königin". Sie habe schlicht "keine freien Kapazitäten von der Küche her" mehr gehabt, und "dann kann ich auch nichts machen". Stattdessen habe sie Silvia noch Tipps gegeben, wo sie es anderweitig versuchen könne. Das war natürlich doppelt unangebracht. Die 67-jährige Königin sollte die Gegend kennen. Sie stammt schließlich aus dem benachbarten Heidelberg. Michael Schellenberger fürchtet nun um seinen Ruf: "Wir sind jetzt die Deppen in Ladenburg."

Jetzt wollen sich die Schellenbergers in einem Brief an Gustaf und Silvia entschuldigen - und sie zugleich einladen, das nächste Mal bei ihnen einzukehren. Ob das schwedische Königspaar sich darauf einlassen wird, ist allerdings fraglich. Zumal sie einen Kommentar zu dem Vorfall bis jetzt ablehnten. Und wer kehrt schon gern an den Ort zurück, an dem man einst abgewiesen wurde.