Umstrittene Auftragsvergabe

Rechnungshof soll Vorwürfe gegen Berlin Partner prüfen

In der Debatte um mögliche Verfehlungen bei den Berlinwerbern von Berlin Partner haben die Grünen am Dienstag den Berliner Rechnungshof eingeschaltet. Der Fraktionsvorsitzende Volker Ratzmann forderte in einem Brief an Rechnungshofpräsidentin Marion Claßen Beblo, dass sich die unabhängigen Prüfer Berlin Partner annehmen sollen.

Anlass sind mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aufträgen an eine Rechtsanwaltskanzlei.

Auch am Dienstag setzen Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ihre Untersuchung der Vorgänge in der Zentrale von Berlin Partner in der Fasanenstraße in Charlottenburg fort. Ihr Bericht darüber wird noch für diese Woche erwartet. Neben den Vorwürfen, dass die Hausjustiziarin Aufträge an eine Rechtsanwaltskanzlei vergeben haben soll, in der ihr Mann arbeitet, gehen die Prüfer weiteren Vorwürfen eines anonymen Schreibens nach. So gibt es offenbar unter anderem auch Unklarheiten über einen Studienabschluss des Geschäftsführers René Gurka.