Entlaufene Yvonne

Kuh in Sicht!

Yvonne lebt! Die entlaufene Kuh soll nach acht Tagen gesichtet worden sein. Von einem Hubschrauber aus habe der Geschäftsführer des Gnadenhofs Gut Aiderbichl, Dieter Ehrengruber, das Rind am Montagabend entdeckt, sagte eine Sprecherin des Guts am Dienstag.

Kuh Yvonne sei flink wie ein Wiesel in den Wald zurückgelaufen: "Es ging alles so schnell, viel zu schnell für ein Foto."

Noch solle Yvonnes neuer Aufenthaltsort geheim bleiben. "Wir dürfen Yvonne nicht verschrecken." Um sie einzufangen, soll gegen Ende der Woche ihr Sohn Friesi auf eine Wiese bei Zangberg im bayerischen Landkreis Mühldorf am Inn gebracht werden. Dort steht seit Mittwoch der ehemalige Zuchtstier Ernst, um die Kuh aus dem Unterholz zu locken. Erst soll am Donnerstag aber noch einmal ein Hubschrauber starten, um mit einer Wärmebildkamera die Kuh aufzuspüren.

Züchter und Tierexperten zweifeln stark, dass die verwandtschaftlichen Bande zwischen Friesi und Yvonne besondere Wirkung zeigen werden. Die Kuh sei aber ein Herdentier, insofern könnten entlaufene Tiere durchaus mit einer Herde angelockt werden und sich teils von selbst Herden anschließen, sagte der Referent für Tierhaltung beim Bayerischen Bauernverband, Josef Wasensteiner. Immerhin aber würden mit Friesi, Gitti und dem Ochsen Ernst dann schon drei Rinder auf der Wiese bei Zangberg stehen, um Yvonne aus dem Unterholz zu locken. Die PR-trächtige Suche hat den Tiergnadenhof Gut Aiderbichl auch im Ausland erfolgreich in die Medien gebracht. So berichtete das tschechische Fernsehen, dass nach Eisbär Knut und Opossum Heidi die Medien in Deutschland nun ein neues Lieblingstier entdeckt hätten.