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Plagiatsaffäre: Glos fordert "Vergebung" für Guttenberg

Plagiatsaffäre

Glos fordert "Vergebung" für Guttenberg

Ex-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich für eine Rückkehr Karl-Theodor zu Guttenbergs in die Politik ausgesprochen. Guttenberg habe "große Fehler gemacht und eingestanden", sagte Glos dem "Focus". In einer "Partei, die das C im Namen trägt" müsse Vergebung möglich sein, so Glos. Guttenberg war Anfang März als Verteidigungsminister zurückgetreten, nachdem Plagiatsvorwürfe bekannt geworden waren. Kritik übte Glos an der Führung der Unionsparteien. Wähler konservativer Parteien würden "zu rasche Schwenks, zu viele Unkalkulierbarkeiten, zu viele Überraschungen" nicht vertragen.

Migranten

Stuttgart prüft leichteren Deutsch-Test für Polizeidienst

Baden-Württemberg erwägt Erleichterungen beim Deutschtest für den Polizeidienst, um Migranten den Eintritt zu erleichtern. Der Test sei eine große Klippe für viele Bewerber, sagte Ministeriumssprecher Andreas Schanz dem "Focus". In der Behörde von Innenminister Reinhold Gall (SPD) gebe es Überlegungen, dass ein Scheitern bei der Prüfung, die ein Diktat und einen Sprachverständnistest beinhaltet, "nicht mehr automatisch zum Ausschluss des Bewerbers" führt. Kenntnisse in Türkisch und Sprachen aus dem ehemaligen Jugoslawien könnten als Bonus gewertet werden.

Japan

Tokio richtet neue Atombehörde ein

Wegen der Kritik an der japanischen Atomaufsichtsbehörde für ihren Umgang mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima richtet Japan eine neue Behörde für Atomsicherheit ein. Diese solle im kommenden Jahr ihre Arbeit aufnehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Kabinett von Regierungschef Naoto Kan habe der Einrichtung der Behörde, die dem Umweltministerium unterstellt werden soll, zugestimmt. Die neue Behörde für Nukleare Sicherheit soll demnach mit mehreren Hundert Mitarbeitern ausgestattet werden. Kan hatte jüngst als Folge der Katastrophe angekündigt, das Land schrittweise aus der Atomenergie führen zu wollen. Derzeit sind mehr als zwei Drittel aller japanischen Atomreaktoren wegen Sicherheitsüberprüfungen außer Betrieb.

Syrien

Demonstranten trotzen Gewalt des Assad-Regimes

Zehntausende Syrer haben am Freitag der Gewalt des Militärs getrotzt und in zahlreichen Städten gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad demonstriert. In Deir al-Zor, Idlib und Daraa eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf die Demonstranten, berichten arabische Nachrichtensender. Große Kundgebungen gab es auch in Latakia und Homs. US-Außenministerin Hillary Clinton forderte eine breitere Front gegen das Regime in Syrien und kritisierte russische Waffenlieferungen. Die Bundesregierung schließt Sanktionen gegen die syrische Öl- und Gasindustrie nicht aus.