Kriminalität

Neun Autos im Berliner Südwesten angezündet

Die Serie der Autobrände in Berlin hat einen neuen Höhepunkt erreicht. In der Nacht zu Donnerstag schlugen die bislang unbekannten Täter wieder einmal im Südwesten der Stadt zu. Ergebnis: In Steglitz und Zehlendorf gingen gleich neun Fahrzeuge in Flammen auf.

Der Gesamtschaden der nächtlichen Attacke liegt nach ersten Erkenntnissen der Brandsachverständigen "deutlich" im sechsstelligen Bereich. Da von einem politischen Motiv ausgegangen wird, hat der Polizeiliche Staatsschutz inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Damit stieg die Zahl der in diesem Jahr durch Brandstiftungen zerstörten oder beschädigten Fahrzeuge auf mehr als 240. Bei Anschlägen mit einem sicheren oder zumindest wahrscheinlichen politischen Hintergrund wurden bislang 112 Pkws direkt angegriffen, weitere 73 durch ein Übergreifen der Flammen oder Funkenflug ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Über das ganze Ausmaß des durch Auto-Brandstiftungen in diesem Jahr entstandenen Schaden schweigen sich Polizei und Versicherungen aus, Experten sprechen vage von "etlichen Millionen".

Nachdem sich die 2008 verstärkt stattfindenden Brandstiftungen in den ersten Jahren fasst ausschließlich auf die Stadteile Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Mitte konzentrierten, sind die Täter inzwischen stadtweit aktiv. Neben citynahen Kiezen in Charlottenburg, Schöneberg, Treptow oder Tiergarten ist inzwischen zunehmend der Stadtrand Berlins betroffen.