Kriminalität

Gefährlicher Stalker: Polizisten kritisieren Staatsanwaltschaft

Innerhalb der Polizei wird heftig über die Entscheidung einer Staatsanwältin diskutiert: Diese hatte das Ersuchen der betroffenen Beamten um eine Hausdurchsuchung bei einem 20 Jahre alten Mann abgelehnt.

Der Mann hatte seine frühere Lebensgefährtin in ihrer Wohnung bedroht und verletzt und soll nach Angaben der Frau im Besitz einer "schweren scharfen Waffe" sein. Dieser Zwischenfall hatte sich ausgerechnet in den Abendstunden des 4. August in Spandau abgespielt, nur Stunden nach den Todesschüssen in Gesundbrunnen. Während eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft die Entscheidung mit der Möglichkeit von Durchsuchungen zur Nachtzeit nur in Ausnahmefällen begründet, schütteln Ermittler und Politiker mit dem Kopf.

Im Zusammenhang mit der Tat in Gesundbrunnen will die Berliner CDU Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) zu den bürokratischen Hürden befragen, die ein Verfahren gegen den mutmaßlichen Doppelmörder Mehmet Y. wegen Bedrohung seiner Ex-Frau und Ex-Schwägerin in die Länge gezogen haben.