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Medien: Russische Polizei beschlagnahmt kritische Zeitung "Iswestija"

Medien

Russische Polizei beschlagnahmt kritische Zeitung "Iswestija"

Die komplette Tagesauflage einer russischen Lokalzeitung mit kritischen Texten und einem unvorteilhaften Titelfoto von Kremlchef Dmitri Medwedjew ist von der Polizei beschlagnahmt worden. Die "Iswestija" in der Stadt Kaliningrad, dem früheren Königsberg, hatte in 40 000 Exemplaren auch eine Aufforderung zur Entlassung der Regionalregierung abgedruckt. Ein Polizeisprecher begründete die Aktion mit dem "Verdacht auf extremistische Texte". Details nannte er nicht. Das Titelfoto der beschlagnahmten Ausgabe zeigt Medwedjew, wie er in ein riesiges Melonenstück beißt.

Razzia

Waffen und Drogen bei Rockerbande entdeckt

Mit einer groß angelegten Razzia ist die Polizei gegen die Rockerbande Outlaws MC vorgegangen: Mehr als 180 Beamte durchsuchten vergangene Woche Privatwohnungen, Geschäftsräume und Klubhäuser der gesamten Führungsspitze der Gruppe, die für die Regionen Schwenningen und Horb zuständig war. Die Einsatzkräfte entdeckten dabei ein ganzes Arsenal aus scharfen Waffen, Munition, Waffenattrappen, Stich- und Schlagwerkzeugen. Zudem wurden Betäubungsmittel wie LSD und Marihuana sowie verbotene Arzneimittel, die zum Muskelaufbau verwendet werden, beschlagnahmt.

Medizin

Mehr Versuche mit gentechnisch veränderten Tieren

Für wissenschaftliche Zwecke wie die Erforschung von Krankheiten sind in Berlin im vergangenen Jahr mehr gentechnisch veränderte Tiere eingesetzt worden als noch 2009. Insgesamt waren es etwa 178 200 sogenannte transgene Tiere, fast alle davon Mäuse (98 Prozent), teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Mittwoch mit. Das sei ein Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit Tieren wird zu unterschiedlichen Zwecken experimentiert. Oft erproben Forscher an ihnen neue Wirkstoffe für Arzneimittel oder suchen nach der Ursache für Krankheiten wie Krebs. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl aller für Tests eingesetzten Wirbeltiere in Berlin um 3,4 Prozent auf rund 383 500. Getötet wurden 2010 allerdings weniger Tiere als im Jahr zuvor.