Gesundheitswesen

Charité soll Bundesklinik werden

Die Berliner Universitätsklinik Charité strebt eine enge Zusammenarbeit mit dem Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin (MDC) an.

Beide Einrichtungen sollten zusammengeführt werden, um die Gesundheitsforschung in Deutschland und Berlin im internationalen Maßstab konkurrenzfähig zu machen mit Standorten wie Stanford in den USA, sagte Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) bei einer Diskussion auf Einladung der Unternehmensberatung McKinsey und der Berliner Morgenpost: "Es geht nicht um Hilfe, sondern um Zusammengehen. Die Verwertung von Grundlagenwissen erreicht sofort eine neue Qualität, wenn sie in einem Laden stattfindet", sagte der Senator. Die Charité mit dem Delbrück-Centrum wäre unter den Top 10 in der Welt. Wie eine Fusion der in Landeshoheit stehenden Uni-Klinik und des vom Bund mitfinanzierten MDC gestaltet werden kann, wird derzeit zwischen Berlin und der Bundesregierung ausgelotet. Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte eine "Bundes-Universität" ins Gespräch gebracht.

Weil sich der Bund aber bisher nicht an Universitäten beteiligen darf, spricht Zöllner lieber von "Bundesklinik". Charité-Chef Karl Max Einhäupl sagte, es werde mehr Kooperation geben, "in welcher institutionellen Form auch immer".