Wörter-Hitparade

Die Lieblingsworte der Prominenten

Prominente Menschen haben der Mannheimer Dudenredaktion ihre Lieblingswörter verraten. In einem neuen Duden erzählen 100 Prominente, welches Wort ihnen am besten gefällt.

Auf 111 Seiten geht es mal nachdenklich, auch persönlich, oft interessant und hin und wieder auch banal-komisch zu. Der Duden erscheint im Gedenken an Konrad Duden, der am 1. August vor 100 Jahren starb. "Fräulein, das", an dieses Wort hat die Schauspielerin Iris Berben nur schöne Erinnerungen. Der erste Brief ins Internat an "Fräulein ...", im Restaurant das "Fräulein" rufen zu dürfen oder wie zuverlässig "Fräulein vom Amt" geklungen habe, erzählt Berben. Im Zuge der Emanzipation sei das Wort leider "entsorgt" worden.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw wählte "höchste Konzentration, die". Dem Bundestrainer geht es im modernen Fußball neben den Beinen vor allem um den Kopf. Weil die "Sehnsucht" als persönliches Lieblingswort schon durch die Moderatorin des ZDF-"Morgenmagazins", Dunja Hayali, vergeben war, entschied sich Familienministerin Kristina Schröder (CDU) für die "Fantasie". Bischof Kardinal Karl Lehmann wählte "Zuversicht, die". In jedem Glückwunsch, den der Mainzer Bischof überbringt, fehle nie der Wunsch nach "Zuversicht aus der Kraft des Glaubens für alle Tage". Diese Liebe zum Wort würde Konrad Duden sicher freuen. Ganz im Gegensatz zu der Unzufriedenheit, die viele Deutschen immer noch bei der jüngsten Rechtschreibreform empfinden. Laut einer "Focus"-Umfrage findet nur ein Drittel die neuen Regeln gut. 62 Prozent halten das Reformwerk noch immer für falsch.