Familie stirbt an Kohlenmonoxidvergiftung

Tragödie in Köpenick war vermeidbar

Der tragische Tod einer sechsköpfigen Familie in Köpenick hätte nach Ansicht der Schornsteinfeger-Innung verhindert werden können. Laut Bezirksschornsteinfeger Henry Laubenstein sei die Gastherme in der Wohnung an der Puchanstraße seit 2005 mehrere Jahre nicht mehr in Betrieb gewesen.

Im Laufe dieses Jahres muss die Therme dann wieder in Betrieb genommen worden sein. In diesem Fall hätte aber die Hausverwaltung einen Schornsteinfeger informieren müssen, um die Anlage zu überprüfen, so Laubenstein. Dies sei allerdings nicht geschehen. Bei der Kontrolle hätte ein Schornsteinfeger eventuelle Mängel an der Gastherme oder dem Abzug feststellen können, sagte der Experte.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Gastherme in der Wohnung zwei Wochen vor dem Unglück bei einem Sicherheitscheck durchgefallen ist. Nach Informationen der Berliner Morgenpost habe ein Techniker eine undichte Stelle an dem Gasbrenner entdeckt. Wie berichtet, fanden am vergangenen Montag Feuerwehrleute die Leichen der 27-jährigen Anna P., ihrer vier Kinder und ihres 40-jährigen Lebensgefährten in einer Wohnung an der Puchanstraße. Die Familie war an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. In dem Fall steht die Berliner Staatsanwaltschaft mit ihren Ermittlungen noch am Anfang. Das Ergebnis der Untersuchungen könne noch Tage oder Wochen dauern, teilte eine Sprecherin mit.