Unglück

Köpenicker Familie starb durch Kohlenmonoxid

Einen Tag nach dem Tod einer sechsköpfigen Familie in Köpenick steht die Todesursache fest: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag sind nach den bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchungen die beiden Erwachsenen und die vier Kinder an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben.

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich offenbar um einen tragischen Unfall. Der zeichnete sich möglicherweise schon vorher ab. Die Mutter der vier Kinder soll nach Information der Berliner Morgenpost bereits seit Längerem unter Kopfschmerzen gelitten haben, möglicherweise ein Indiz für austretendes Gas. Justizsprecherin Simone Herbeth kündigte am Dienstag weitere chemisch-toxikologische Untersuchungen an. Zurzeit werde auch untersucht, wie es zu der Vergiftung kommen konnte, so Herbeth. Ob eine defekte Gastherme die Ursache war, sei dabei Gegenstand der Ermittlungen. Ob die Therme vorsätzlich manipuliert wurde oder ein Defekt aufgetreten ist, können die Ermittler noch nicht sagen. Derzeit deute allerdings nichts darauf hin, dass eine der Personen "willentlich" den Gasaustritt herbeigeführt hätte, hieß es aus Justizkreisen. Auch ein Gewaltverbrechen oder ein erweiterter Suizid wird ausgeschlossen.

Am Montagnachmittag hatte die Feuerwehr den schrecklichen Fund in Köpenick gemacht. Die Einsatzkräfte fanden in der Wohnung an der Puchanstraße die Leichen der 27-jährigen Anna P., die ihrer vier Kinder im Alter von ein, vier, fünf und sieben Jahren sowie die ihres 40-jährigen Lebensgefährten.