Kriminalität

Polizei fasst drei mutmaßliche Hausflur-Brandstifter

Nach umfangreichen, zum Teil seit Monaten andauernden Ermittlungen hat die Berliner Polizei jetzt drei mutmaßliche Brandstifter gefasst. Darunter befindet sich ein 32-jähriger Wohnungsloser, der bereits in seiner ersten Vernehmung insgesamt neun, vor allem in Marzahn begangene Taten gestand.

Der in Erfurt geborene Mann war am Sonnabend festgenommen worden. Am Sonntag erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl.

Zwei weitere mutmaßliche Brandstifter nahm die Polizei ebenfalls am Sonnabend in Pankow fest. Die beiden 17-Jährigen waren von Bewohnern eines Mehrfamilienhauses beobachtet worden, wie sie mit einem brennenden Gegenstand in das Haus gingen. Die Jugendlichen wurden nach ihrer Vernehmung wieder entlassen.

In Berlin brennt es bereits seit Monaten immer wieder in Hausfluren. Angezündet werden dabei vor allem Kinderwagen und Fahrräder, aber auch in Treppenhäusern achtlos abgestellter Müll und Hausrat. Im März dieses Jahres kamen bei einem solchen Brand in Neukölln drei Menschen ums Leben. Warnungen von Polizei und Feuerwehr, keine brennbaren Gegenstände in Hausfluren abzustellen, zeigen bislang aber kaum Wirkung. Die aktuellen Festnahmen waren für die Polizei ein erster echter Durchbruch bei der Suche nach den Tätern.