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Syrien: Hunderte Festnahmen bei Unruhen in Damaskus

Syrien

Hunderte Festnahmen bei Unruhen in Damaskus

In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Sicherheitskräfte nach Angaben eines Menschenrechtsaktivisten erneut Hunderte Menschen festgenommen. An den Zugängen zum Stadtteil Kabun habe die Armee Straßensperren errichtet, sagte der Chef der syrischen Menschenrechtsliga, Abdel Karim Rihawi. Der Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, Rami Abdel Rahman, sagte, mit Schnellfeuergewehren bewaffnete Soldaten würden die Zugänge zu Kabun kontrollieren und vor den Moscheen patrouillieren. Sicherheitskräfte würden in Kabun auf der Suche nach Waffen Häuser durchkämmen. Auch in der syrischen Protesthochburg Homs setzten Sicherheitskräfte nach Angaben Rihawis ihren Einsatz gegen Regierungsgegner fort

"Mirror"

Auch andere Zeitung in Abhörskandal verwickelt

Nach der Schließung des britischen Boulevardblatts "News of the World" im Zuge des britischen Abhörskandals wird auch die Zeitung "Mirror" abermals mit Vorwürfen konfrontiert, Telefone abgehört zu haben. Der ehemalige Mitarbeiter James Hipwell sagte dem "Independent" am Sonnabend, die Abhöraktionen seien bei seinen früheren Kollegen gängige Praxis gewesen. Hipwell, der im Jahr 2000 beim "Mirror" entlassen wurde, hatte die Vorwürfe bereits einmal vor fast zehn Jahren erhoben. Wegen seiner Entlassung und einer späteren Verurteilung wegen Marktmanipulation hatten viele aber an seiner Glaubwürdigkeit gezweifelt. Nach Angaben der "New York Times" bestätigten auch fünf Redakteure der Zeitung "The People", die aus demselben Verlagshaus kommt wie der "Mirror", jahrelange Abhöraktionen in ihrem Blatt.

Kongo

Mutmaßlicher Kriegsverbrecher wird Präsidentschaftskandidat

Die Opposition im Kongo hat den ehemaligen Vizepräsidenten Jean-Pierre Bemba als ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November bestimmt. Bemba wird derzeit vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag der Prozess wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit gemacht. Nach Ansicht der Ankläger ist Bemba für Gräueltaten verantwortlich, die seine Privatmiliz in den Jahren 2002 und 2003 verübt hatte.

Die Oppositionspartei, die Bewegung für die Befreiung des Kongo (MLC), teilte am späten Sonnabendabend mit, Bemba sei der einzige zulässige Kandidat, um das Land zu führen. Sein Gegner ist Joseph Kabila, der 2001 Präsident wurde und 2006 in der ersten demokratischen Wahl im Kongo im Amt bestätigt wurde.