Frühkritik

"Evita" - nicht für das feine Gehör gemacht

"Evita" - ein Musical über die Geschichte der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón (1919-1952), uraufgeführt 1978 in London im Prince Edward Theatre - scheint für das Olympia-Stadion geschrieben und nicht für die Deutsche Oper.

Man darf ruhig eventuelle Hörrohre zu Hause lassen. Die Aufführung schmeißt sich dem Publikum geradezu in die Ohren. Dabei ist sie scharf durchinszeniert. Alle Darsteller verstehen ihr Metier ausgezeichnet. Am Ende steht ein Triumph. Eva, die große Männerverschleißerin, legt sich Argentinien zu Füßen und umgekehrt. Che Guevara am Ende auch. Evita ist so etwas wie die Faust aufs Auge und Ohr zugleich. Mehr morgen. Gtl