Sicherheitslücke

Hacker stehlen von Rewe bis zu 50 000 Kundendaten

Zehntausende Sammler von Tier- und Fußballbildern des Handelskonzerns Rewe sind von einem Datenklau betroffen.

Computerhacker haben nach Unternehmensangaben zwei Kundendatenbanken geknackt, sodass sie Namen, Passwörter und E-Mail-Adressen der Sammler einsehen konnten. Ob die Daten kopiert wurden, sei nicht feststellbar, sagte ein Rewe-Sprecher am Montag in Köln. Die Datenbanken beinhalteten keine sensiblen Angaben wie Bankverbindungen oder Kreditkartennummern. Der Hackerangriff war am Freitagabend entdeckt worden, die Sicherheitslücke sei umgehend geschlossen worden. Rewe habe alle betroffenen Kunden per E-Mail über den Vorfall informiert und sie aufgefordert, ihr Passwort zu ändern, sagte der Sprecher. Die genaue Zahl der Sammler, die in den Tauschbörsen aktiv sind, konnte er nicht nennen. Es seien aber "unter 50 000".

Vor allem die Tierbilder, die Rewe in Kooperation mit dem Umweltverband WWF herausbrachte, hatten bei Kindern reißenden Absatz gefunden. Rewe-Kunden hatten an der Kasse für je zehn Euro Einkaufswert ein Tütchen mit fünf Bildern erhalten. Die Aktion endete zwar im Juni, aber die Tauschbörse im Internet läuft weiter. "In den meisten Fällen sind dort Eltern aktiv, damit die Kinder ihre Sammelalben voll bekommen", sagte der Rewe-Sprecher. Der Schutz der Seite, die von einem externen Dienstleister betrieben werde, sei nun optimiert worden.