Öffentlicher Dienst

Berlins Jobcenter lassen 100 Millionen Euro verfallen

Die Jobcenter in den zwölf Berliner Bezirken haben es 2010 nicht geschafft, die Mittel für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen auszugeben.

Nach Berechnungen des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe blieben 81 Millionen Euro ungenutzt. Zusammen mit Rückständen aus 2009 kommen sogar fast 100 Millionen Euro zusammen. Relativ gesehen ließ Berlin mit Brandenburg acht Prozent des Budgets verfallen und damit weitaus mehr als andere Länder. Die Regionaldirektion für Arbeit bestätigte die Zahlen. Das Ziel, 95 Prozent des Geldes auszugeben, sei nicht erreicht worden. Das liege an Problemen in einzelnen Jobcentern wie Mitte. Auch das Budget für Personal sei nicht ausgeschöpft worden. "Geplante Personalrekrutierungen" hätten nicht stattgefunden, befristete Mitarbeiter konnten nicht eingestellt werden.