Sicherungsverwahrung

Empörung nach Rückfall von entlassenem Sextäter

Nach dem Kindesmissbrauch in Dortmund haben Politiker, die Deutsche Polizeigewerkschaft und die Deutsche Kinderhilfe mit Empörung reagiert und Konsequenzen gefordert.

Die schlimmsten Befürchtungen seien eingetroffen, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Rainer Wendt, am Freitag in Berlin. Sobald die Überwachung gelockert wurde, seien Kinder missbraucht und gequält worden, "während ahnungslose Eltern nicht einmal wussten, dass sich ein entlassener gefährlicher Täter in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft aufhält". Die Kinderhilfe verlangte eine außerordentliche Innenministerkonferenz, um eine bundeseinheitliche Überwachung der Täter zu erreichen. Ein Sexualtäter, der aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden war, hatte im Januar eine Siebenjährige missbraucht, nachdem die Überwachung gelockert worden war. Der 49-Jährige konnte erst jetzt durch eine DNA-Probe festgenommen werden. Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kuschaty verteidigte das Ende der Überwachung.