Euro-Krise

EU-Sondergipfel wegen Staatsschulden

Ein drohendes Übergreifen der Schuldenkrise auf Italien sorgt für Unruhe in der Euro-Zone. Nach einem Treffen der Euro-Finanzminister begannen Planungen für einen Sondergipfel noch in dieser Woche, wie EU-Diplomaten am Dienstag in Brüssel sagten.

Die Minister beschlossen die Prüfung einer Reihe von Instrumenten, um die Krise auf Griechenland zu begrenzen.

Eine offizielle Bestätigung für ein Sondertreffen der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder am Freitag gab es zunächst nicht. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wollte dies aber ausdrücklich "nicht ausschließen". Die Euro-Finanzminister hatten zuvor keine konkreten Beschlüsse im Kampf gegen die Schuldenkrise gefasst.

Italien war in den vergangenen Tagen in den Blickpunkt gerückt. Die Schulden des Landes liegen verglichen mit seiner Wirtschaftsleistung bei 120 Prozent. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen waren vergangene Woche auf Höchststände gestiegen.

Die Kurse an der Mailänder Börse sowie anderen europäischen Handelsplätzen brachen in den vergangenen Tagen wiederholt ein. Auch am Dienstag setzte die Furcht vor einer Schuldenkrise in Italien die europäischen Aktienkurse unter Druck. Nachdem Italien am Mittag erfolgreich Anleihen platzieren konnte, beruhigten sich die Märkte allerdings wieder weitgehend.